Carcer Tullianus (Tullianum) - das Gefängnis des Petrus

cellarius

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Ersteller des Themas #1
[h]Kommentare zu: Carcer Tullianus (Tullianum) - das Gefängnis des Petrus[/h]

Unter der kleinen Kirche San Giuseppe dei Falegnami - außerhalb der Ausgrabungsstätte und deshalb nicht als Teil eines Rundgangs über das Forum zu besuchen - kann man gegen eine kleine Spende in ein düsteres, zur Kapelle umgestaltetes Loch hinuntersteigen. Die Herkunft des Names "Mamertinum" oder "mamertinischer Kerker" ist im Übrigen nicht geklärt, er stammt vermutlich aus dem Mittelalter, hat jedenfalls keinen antiken Bezugspunkt. Das Tullianum war das Staatsgefängnis des antiken Rom.

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Simone-Clio

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#4
Heute Mittag fand eine Pressekonferenz statt, während der die Wiedereröffnung des restaurierten Mamertinischen Kerkers am 21. Juli 2016 angekündigt wurde.

Verlies für römische Staatsfeinde öffnet wieder für Besucher

Der «Carcer Tullianum», das antike Verlies römischer Staatsfeinde am «Forum Romanum», ist nach Jahren wissenschaftlicher Untersuchungen und Restaurierungen wieder zu besichtigen. Ein neugestalteter Museumsbereich illustriert die über 3000-jährige Geschichte des Ortes.
Dazu auch eine Photogalerie der Repubblica: Roma, riaperto il carcere Mamertino dopo restauro. Prosperetti - 1 di 1 - Roma - Repubblica.it

Wir hatten bereits einmal einen Thread zur Wiedereröffnung des Mamertinischen Kerkers hier im Forum. Siehe: Wiedereröffnung des Mamertinischen Kerkers

Ich werde jenen Thread mit dem Hinweis auf die aktuelleren Informationen an dieser Stelle schließen.

Darüber hinaus werde ich noch an passender Stelle den neuen Forumseingang am Mamertinischen Kerker vorstellen.

Wie der Leiter der zuständigen Archäologiebehörde, Francesco Prosperetti, bei der Vorstellung der Restaurierungen am Mittwoch, 13. Juli, erläuterte, soll mit der Neueröffnung am 21. Juli auch das «Forum Romanum» vom «Carcer Tullianum» aus direkt zu betreten sein.


---------- Beitrag ergänzt um 17:36 ---------- Vorangegangener Beitrag um 16:58 ----------

Video des Corriere «Nel Carcere Mamertino cancellata la memoria del nemico di Roma»

Chiusa da un anno e restaurata, la prigione di San Pietro riaprirà al pubblico il 21 luglio
Photogalerie des Corriere: Riapre il Carcere Mamertino - Corriere.it
 

Simone-Clio

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#5

Siehe auch hier: Carcer Tullianum

Opening from july 21.
Opening Days
SATURDAY - SUNDAY - TUESDAY - THURSDAY
Times
15 people limit for each time slot, the number of participants is due to the peculiarity of the tour.
Morning 9.00 - 9.30 - 10.00 - 10.30 - 11.00 - 11.30 - 12.00
Afternoon 14.00 - 14.30 - 15.00 - 15.30 - 16.00
The tour with multimedia devices (tablet) takes about 1 hour.
Adults € 10,00 Omnia card holders € 7,00
Children from 0 to 5 are free.
Group tours (in language) on Mondays, Wednesday and Fridays.
Tickets and reservations available online on ORP website or at ORP Info points:
Saint Peter’s (Piazza Pio XII, n° 9), Via dei Cestari, Saint John in the Lateran, Saint Paul Outside the Walls.

Reservations will be available from july 14.

On July 21 with the opening of Tullianum Carcer will be active, in partnership with Coopculture, the new access (turnstile) to the archaeological area located near the Carcer, accessible on the opening times of the archaeological area.
The access is reserved to the holders of the combined ticket Tullianum Carcer + Archaeological area, Roma Pass holders, Omnia Card holders, ticket to the archaeological area only.
Combined ticket Tullianum Carcer + Archaeological area available by the end of july.
 

Simone-Clio

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#6
Zur Neueröffnung am 21.7.2016 auch dieser Artikel: Roms Mamertinischer Kerker bietet neue Funde und alte Fragen | domradio.de

Die Tradition jedenfalls wusste das Schicksal des Petrus im Carcer anschaulich zu machen: Ins Verlies geworfen, soll er mit dem Kopf gegen die Wand geschlagen und eine heute noch sichtbare Delle hinterlassen haben. Petrus und Paulus, heißt es, bekehrten im finsteren Tullianum zwei Wärter und 47 Mitgefangene zum Glauben an Christus, das wahre Licht - und wundersam entsprang eine Quelle für die Taufe. Die Quelle gibt es tatsächlich; Archäologen fanden dort allerdings schon Opfergaben aus archaischer Zeit.
 
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