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Lebst du bei den Bösen?: Deutschland - meiner Enkelin erklärt

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  #1  
Alt 27.11.2017, 07:37
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dentaria dentaria ist offline
 
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Lebst du bei den Bösen?: Deutschland - meiner Enkelin erklärt

Lebst du bei den Bösen?: Deutschland - meiner Enkelin erklärt (LW italica)Roberto Giardina
Lebst du bei den Bösen?: Deutschland - meiner Enkelin erklärt (LW italica)

Verlag: LAUNENWEBER Verlag
Erschienen: 19.06.2017

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Festa della Liberazione - Tag der Befreiung von der deutschen Besatzung in Italien. Die achtjährige Francesca fragt ihren Opa Roberto besorgt, warum er denn seit Jahren in Berlin bei den »bösen Deutschen« lebe. Der Journalist Roberto Giardina schildert entlang deutscher Geschichte, Alltagskuriositäten und teutonischer Auffälligkeiten zunächst dem Mädchen und später der jungen Frau mal ernst, mal augenzwinkernd seine Erfahrungen mit der Wahlheimat. Zu Wort kommt ein profilierter Kenner und Betrachter deutsch-italienischer Bindungen und Befürchtungen.AMAZON



Zitat:
Für Giardina bleibt das keine Kinderfrage, steht sie doch auch für einen Geschichtsunterricht, der verschweigt, dass die Italiener lange Verbündete der Deutschen waren. Wie er mit den vielen Klischees und falschen Gewissheiten, die den Blick auf das jeweils andere Land verstellen, umgeht (und sie umgeht), macht sein Buch bemerkenswert.Als Journalist, der Willy Brandt nach Warschau und Jerusalem begleitet und Günter Grass interviewt hat, Albert Speer in seiner Villa in Heidelberg besucht und andere alte Nazis, vor allem solche, die an Kriegsverbrechen in Italien beteiligt waren, getroffen hat, kennt Giardina die Deutschen: Wie sie waren, und wie sie heute sind. Die Unterschiede, die er dabei aus- und oft an unscheinbaren Details festmacht, eröffnen Einblicke und Erkenntnisse.

Zitat:
In seinem Buch „Lebst du bei den Bösen? Deutschland - meiner Enkelin erklärt“ stellt er das Land Goethes und Merkels aus einer sehr subjektiven und deshalb auch amüsanten Weise vor. Weshalb sollte nun eine Leserin oder ein Leser, der selber den deutschen Pass hat oder die Deutschen persönlich kennt, dieses Buch lesen? Nun, da erfährt man viel über die Macken und Vorurteile, die die Menschen südlich der Alpen gegenüber den Germanen hegen. Beim Lesen fragt man sich, ob die eigenen Vor- und Einstellungen gegenüber den anderen noch korrekt sind.
Das Buch ist eine Darstellung der Gespräche, die der Autor mit seiner Enkelin geführt hat. Da geht es um ihre Fragen und Vorstellungen, wie das Leben in Deutschland aussieht. Die Enkelin, die selber in Rom lebt, scheint viel offener und gleichzeitig kritischer als ihr Großvater zu sein gegenüber den Deutschen. Der Journalist Giardina schildert entlang deutscher Geschichte, Alltagskuriositäten und teutonischen Auffälligkeiten zunächst dem Mädchen und später der jungen Frau mal ernst, mal augenzwinkernd seine Erfahrungen mit der Wahlheimat.

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Geändert von dentaria (27.11.2017 um 07:46 Uhr)
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  #2  
Alt 29.11.2017, 17:56
Pasquetta Pasquetta ist offline
Das Rom-Forum sagt Danke!
 
Registriert seit: 02.01.2009
Beiträge: 5.028
Zitat:
Sein Buch „Lebst du bei den Bösen? Deutschland – meiner Enkelin erklärt“ weist den 1940 in Palermo geborenen Journalisten als profunden Kenner aus, der mit erfrischend unvoreingenommenen Betrachtungen die Macht der Stereotypen unterläuft. ... geht Giardina, der seit 1986 als Korrespondent italienischer Zeitungen zuerst in Bonn und schon lange in Berlin arbeitet, von seinen Alltagserfahrungen aus. Anstoß ist eine Frage, die ihm seine damals achtjährige Enkelin Francesca 2008 am Telefon stellte, nachdem ihre Lehrerin am Vorabend des 25. April erklärt hatte, dass am nächsten Tag die Befreiung Italiens von den Nazis, den bösen Deutschen, gefeiert werde, den, so folgerte das Mädchen, Nachbarn ihres Nonno in Berlin.
Für Giardina bleibt das keine Kinderfrage, steht sie doch auch für einen Geschichtsunterricht, der verschweigt, dass die Italiener lange Verbündete der Deutschen waren. Wie er mit den vielen Klischees und falschen Gewissheiten, die den Blick auf das jeweils andere Land verstellen, umgeht (und sie umgeht), macht sein Buch bemerkenswert.
...
Am meisten ist diesem Buch zu wünschen, dass es auch in der Sprache erscheint, in der es geschrieben wurde.

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