dies lunae ante diem III Idus Decembres MMDCCLXX ab urbe condita
Mondtag, 3. Tag vor den Iden des Dezember, 2770. Jahr nach Gründung der Stadt




Endlich mal wieder Rom - ein etwas verspäteter Reisebericht

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  #61  
Alt 11.01.2010, 16:49
Benutzerbild von cellarius
cellarius cellarius ist offline
Administrator
 
Registriert seit: 27.03.2004
Ort: Aelia Augusta (Augsburg)
Beiträge: 7.491
Na, Gott sei Dank halten sich in solchen Fällen angesichts der italienischen Nahverkehrstarife die Verluste in Grenzen

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Meine letzte Romreise: Reisebericht

Bitte habt Verständnis, dass ich auf Informationsanfragen per PN und E-Mail nicht antworte. Fragt im Forum - or I'll kill you!


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  #62  
Alt 11.01.2010, 18:04
Joachim Joachim ist offline
 
Registriert seit: 21.10.2006
Ort: Pfalz
Beiträge: 48
Mittwoch, 21.10.2009

Vor dem Morgengrauen mache ich wieder einen Spaziergang, bzw. zunächst eine Spazierfahrt, mit der N5 (Nachtbus) vom Corso Vittorio Emmanuele II zur Piazza Barberini mit Tritons-Brunnen. Ich laufe weiter zur Spanischen Treppe und dann zum Trevi-Brunnen, zur Piazza Rotonda, zum Elephanten und zur Piazza di Pietra. Mit dem Bus zurück zur Wohnung (7 Uhr).





Morgens sind viele Wolken am Himmel, statt zur Kuppel von St. Peter machen wir uns auf zur Galleria Borghese. Schon die Hinfahrt entpuppt sich als kleines Abenteuer: Wir fahren mit der 116, einem kleinen Elektrobus, von unserer Standard-Haltestelle an der Piazza Rovere längs und quer durch alle möglichen Ecken der Stadt, manchmal ganz fix, manchmal auch wegen Fußgängern (Wie kann man nur mitten auf der Straße laufen?) oder irgendwelcher anderer Autos eher im Schritttempo. Der Bus hat übrigens 6 Sitzplätze – zwei vorne beim Fahrer und vier hinten – und mehr Personen werden auch nicht mitgenommen. Mit uns ist der Bus voll, neue Passagiere dürfen erst zusteigen, wenn andere ausgestiegen sind. Die geschätzten 10 Stehplätze (nach römischen Verhältnissen) werden nicht genutzt. Die Fahrt zur Haltestelle 200 Meter vor der Galleria Borghese dauert eine gute halbe Stunde. Sehr zu empfehlen!



Wir haben ein wenig getrödelt und sind erst kurz nach Neun da; an der Tür stand schon ein Schild, dass alle Karten ausverkauft seien, das hängt da aber anscheinend dauerhaft. Wir lassen uns nicht beirren und gehen zur Biglietteria. Es gibt keine Karten mehr, erst wieder für den Abend um 19 Uhr. Wir sehen uns ein wenig betröppelt an, da wollen wir auf der Engelsburg den Sonnenuntergang über der Stadt genießen. Ich bin schon geneigt, trotzdem zwei Tickets für den Abend zu kaufen, als uns die nette Dame hinter dem Tresen fragt, wie viele wir denn seien – und uns dann doch noch zwei Tickets für gleich verkauft (9 Uhr bis 11 Uhr).

Die Tickets sind übrigens teuer. Unsere Freikarten mit dem R&P-Pass hatten wir gestern in Tivoli schon aufgezehrt (pro Villa und Person jeweils 10 Euro). Selbst die reduzierten Tickets kosten in der Galleria Borghese noch über 10 Euro; Normalpreis 13 Euro. Das schließt die (Sonder-) Ausstellung „Caravaggio und Bacon“ ein. Über die künstlerische Relevanz der Ausstellung möchte ich nicht streiten, aber die Ausstellungswände für die Bilder nehmen den als solche schon sehenswerten Räumlichkeiten einen Teil ihrer Wirkung.

Doch eigentlich will ich ja nur wegen Bernini in die Galleria, vor allem wegen Apoll und Daphne. Leider herrscht striktes Photographierverbot, es muss also bei den Bildern bleiben, die ich dort vor 25 Jahren gemacht habe. „Apoll und Daphne“ sind und bleiben das Schönste, was je aus Marmor gemacht wurde – die Weltwunder der alten Griechen lassen sich ja nicht mehr beurteilen.



Nach der Galleria Borghese geht’s dann (wieder mit der 116) zurück ins Centro: zum Augustusmausoleum, das wegen einer Ausgrabung südlich davon vollständig mit Gittern umstellt und unzugänglich ist, und schließlich zum Ara Pacis. Der hat mit dem neuen Gebäude einen würdigen und passenden Rahmen erhalten.




Anschließend ein wenig Luxus: wir essen bei „Alfredo – Re (Imperatore(?)) de Fettucine“. Die Zelebration der „Fettucine all’Alfredo“ ist schon ein Erlebnis für sich – und der Geschmack ist unvergleichlich! Nur Fettucine, Parmesan und Butter – zu Hause schmeckt das trotzdem ganz anders.

Sattgegessen (und -getrunken) müssen wir irgendwo zwischen Via Condotti (nein, da nicht), Corso und Piazza Venezia noch ein paar Mitbringsel besorgen. Dann erst mal heim zur Siesta.

Anschließend ziehen wir wie geplant Richtung Engelsburg. Der Himmel zieht aber zu, Sonne ist weg und auch der Sonnenuntergang wird diesmal stattfinden, ohne dass wir ihm zusehen können.



Eine kurzfristige Programmänderung führt uns zur Piazza Navona im letzten Abendlicht und in die Kirche Santa Agnese in Agone (Photographierverbot! Wieso darf man in Rom nichts mehr photographieren?). Die Piazza Navonna folgt der Form des antiken Stadions des Domitian. An der Nordseite des Platzes (eine Querstraße weiter) kann man Überreste der antiken Gebäude sehen.




Zurück zur Wohnung, Brote zum Abendessen und Schlafen gehen.

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  #63  
Alt 11.01.2010, 18:53
Benutzerbild von augustus
augustus augustus ist offline
 
Registriert seit: 28.10.2008
Beiträge: 92
Hallo Joachim,
auch ich möchte mich für deinen tollen Bericht und die wirklich wunderschönen Bilder bedanken! Ich freue mich schon auf die Fortsetzung.

LG augustus

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  #64  
Alt 11.01.2010, 20:18
Benutzerbild von Ludovico ROB
Ludovico ROB Ludovico ROB ist offline
Moderator
 
Registriert seit: 23.04.2008
Ort: Tauberfranken
Beiträge: 6.636
Danke für Deinen Bericht auf weiterhin hohem Niveau. Besonders Deine Bilder machen Lust auf mehr. Warum darf man nicht überall fotografieren? Vielleicht will man mit Fotoverkauf etwas Geld verdienen. Auf jeden Fall beobachte ich häufig Fotografen, eigentlich meist Knipser, die auf die schönsten Fresken ihre Blitze losschicken, ohne zu überlegen, was dieses Blitzlichtgewitter bewirkt. Die Restaurierung der Kunstwerke verschlingt dann Unsummen. Die anständigen Fotografen, die rücksichtsvoll fotografieren wollen, haben dann das Nachsehen.

Gruß Ludovico

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  #65  
Alt 11.01.2010, 21:33
Benutzerbild von Asterixinchen
Asterixinchen Asterixinchen ist offline
 
Registriert seit: 11.07.2005
Beiträge: 32.618
Moin - Moin Joachim!



VIELEN DANK




wieder einmal für die Fortsetzung mit der einfach sagenhaften Ausbeute an tollen Fotos
( Frühaufstehen lohnt sich )




Gruß - Asterixinchen

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  #66  
Alt 12.01.2010, 22:20
Benutzerbild von schnucke68
schnucke68 schnucke68 ist offline
 
Registriert seit: 17.07.2008
Ort: Bayern-Unterfranken
Beiträge: 69
Hallo Joachim,

auch von mir herzlichen Dank für den tollen Bericht und die wirklich traumhaften Bilder - beides macht Lust, sofort und ohne Umschweife mal wieder gen Rom durchzustarten ;-))

Liebe Grüße

schnucke

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  #67  
Alt 13.01.2010, 04:18
Joachim Joachim ist offline
 
Registriert seit: 21.10.2006
Ort: Pfalz
Beiträge: 48
Donnerstag, 22.10.09

Der letzte ganze Tag in Rom beginnt mit Regen. Also wieder keine Kuppel, stattdessen Sankt Paul vor den Mauern. Wir fahren mit der 64 zu Termini, von da mit der Metro zur gleichnamigen Station. Der Regen lässt nach, wir kommen einigermaßen trocken zum Seiteneingang.




Die Basilika ist ziemlich neu (Mitte 19. Jahrhundert, nachdem der Vorgängerbau abgebrannt war). Ein schöner Bau mit noch schönerem Kreuzgang (der war nicht abgebrannt); auch der Vorhof mit Paulus in der Mitte ist beeindruckend – sogar bei schlechtem Wetter.





Die Wände sind voller Papst-Porträts, das aktuelle ist angestrahlt. Wenn kein Platz mehr für weitere Porträts ist, geht die Welt unter.



Mittlerweile hat es sich eingeregnet – zum Trost nehmen wir in der gegenüberliegenden Bar erstmal einen Cappuccino mit Hörnchen. Im Stehen, obwohl man uns zweimal zu den Sitzplätzen leiten will. So war es sicher preiswerter.


Der Regen wird eher stärker. Wir fahren mit der Metro zurück zu Massimo, von da gehen wir zu Fuß über den Celio zu Santo Stefano Rotondo, die ich noch in eher baufälligem Zustand (ich war zum letzten Mal Anfang der 1980er Jahre dort) in Erinnerung hatte.


Jetzt ist die Kirche schön renoviert. Der Innenraum ist außergewöhnlich und sehr beeindruckend. Die Bilder an den Wänden triefen immer noch vor Blut, auch wenn die Gequälten alle einen freudigen Ausdruck auf dem Gesicht haben ...


Ein weiterer Spaziergang im noch stärkeren Regen führt uns die Via Santo Stefano entlang zum Lateran (umgekehrt ist besser: da kann man direkt mit der 117 fahren). In San Giovanni angekommen sind wir trotz unseres Schirmes (leider nur einer) ziemlich angefeuchtet. Dennoch besichtigen wir auch hier den Kreuzgang (der als solcher meiner Meinung nach nicht ganz so schön ist, wie der bei St. Paul, aber durch die Blicke auf Umläufe und die Basilika schöner wirkt).





Dann geht’s wieder ins Freie und mit der 117 (an Santo Stefano Rotondo vorbei!) zum Kolosseum.

Noch eine Anmerkung: In Rom muss man schon zu trockenen Zeiten sehr auf den Weg achten, weil die Gehwege (und teilweise auch die Straßen) vielfach von mehr oder weniger tiefen tiefen Löcher geziert werden. Wenn’s regnet, stehen die Löcher auch noch voller Wasser!

Am Kolosseum wollen wir in dem Lokal essen, dass wir schon mal vergebens versucht haben. Ist aber wieder vergebens: mittags geschlossen. Gegenüber hatte eine Spaghetteria geöffnet, die Nudeln waren ordentlich. Anschließend geht’s zu Fuß (Regen hat aufgehört) zur Haltestelle Colosseo und mit dem Bus über die Piazza Venezia nach Hause zum Trocknen. Nach einer Stunde fühlen wir uns ausreichend trocken, um innerhalb von 15 Minuten über den Tiber vorbei am Palazzo Farnese zum Palazzo Spada zu laufen, wo wir Borrominis optisches Täuschungmanöver ansehen wollen. Das geht nur als Teil der Palastbesichtigung; wir werden von einem freundlichen jungen Mann in den Hof geführt, wo er uns den Effekt demonstriert. Am Ende des Tunnels sah er aus wie Michael Endes Scheinriese – je weiter weg, desto größer. (Ach ja: Photographierverbot!)

Im Palast selber hängen die Wände voll (!) mit Bildern insbesondere aus dem 15. bis 17. Jahrhundert. In jedem der fünf Säle gibt es einen Leitfaden (in mehreren Sprachen, auch in deutsch), der einem die durchnummerierten Bilder (pro Saal weit über 100) kurz vorstellt. Das Personal sitzt eher gelangweilt und unbeteiligt am Rand. Das einzige, was mich wirklich beeindruckte, war ein Globus von Blaeuel aus dem Jahr 1622. Von Amerika gab es nur die noch nicht sehr genauen Uferlinien; ansonsten: Terra Incognita.




Anschließend gehen wir doch noch zur Engelsburg, nachdem der Himmel in Teilen aufklarte. Insbesondere wollen wir zur Aussichtsplattform.






Eine einsame Möwe findet die Aussicht anscheinend genauso toll wie wir.





Apropos Vögel: Der Himmel ist wieder voll von Staren. Weniger schöne Formationen als letzten Donnerstag, dafür aber große Massen.



Abschiedsblicke auf die schönste Kuppel der Welt.




Wir bleiben, bis wir kurz vor halb acht rausgeschmissen werden.






Abschluss des Tages ist die Pizzeria Bafetto („Re de Pizza“). Wir brauchen gut 30 Minuten zur Überwindung der Warteschlange, drinnen erleben wir die Atmosphäre eines Schnellrestaurants. Die Pizza ist sehr gut – der dünnste Boden, den wir bisher bekommen haben und ein guter Belag. Wir bestellen noch Dolci, die in weniger als einer Minute (!) angeliefert werden. Ein eigenes Erlebnis. Anschließend gehen wir nach Hause, um die Koffer für die Heimreise zu packen. Schließlich wollen wir am nächsten Morgen endlich doch noch auf die Kuppel des Petersdoms.

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  #68  
Alt 13.01.2010, 05:56
Benutzerbild von Asterixinchen
Asterixinchen Asterixinchen ist offline
 
Registriert seit: 11.07.2005
Beiträge: 32.618
Moin - Moin Joachim!



VIELEN DANK



auch für diese Fortsetzung mit den schönen Bildern



Gruß - Asterixinchen

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  #69  
Alt 14.01.2010, 12:05
Joachim Joachim ist offline
 
Registriert seit: 21.10.2006
Ort: Pfalz
Beiträge: 48
Freitag, 23.10.09

In der Nacht regnet es stark, teilweise Gewitter. Also verzichten wir am Morgen schweren Herzens auf die Besteigung der Kuppel des Petersdoms – es regnet immer noch.

Dafür haben wir dann mehr Zeit zum Packen und frühzeitig Richtung Bus (64 zur Piazza della Stazione St. Pietro) zu laufen. Der Bus kommt aber nicht; wir warten eine halbe Stunde und entschließen uns dann, die anderthalb Kilometer zur Bahnstation zu laufen. Auch unterwegs begegnet uns kein Bus.

Am Bahnhof lösen wir dann Fahrkarten zum Flughafen Fiumicino, warten auf den Zug, der uns zunächst zur Stazione Trastevere bringen solle und freuen uns über die wenigen Sonnenstrahlen zwischen den Regenwolken. Der Zug kommt pünktlich, das Umsteigen klappt problemlos. Wir sind um 11.15 Uhr frühzeitig am Flughafen. Einchecken für den Flieger um 13.35 Uhr nach Frankfurt: der solle 15 Minuten Verspätung haben. Wir schlendern durch die Läden, essen im Selbstbedienungsrestaurant „Ciao Roma“ (gehört zur Autogrill-Kette) und gehen durch die Sicherheitsschleuse zum Gate B09.

Auf der Anzeigetafel ist zu erkennen, dass alle Verbindungen Richtung Spanien und Frankreich gestrichen wurden, unser Flugzeug hat aber keine entsprechende Notiz. Wir warten auf das Boarding, das für 13.10 Uhr angekündigt ist. Um 13.30 Uhr warten wir immer noch.

Sciopero!

Um 13.45 Uhr auch. Auf der Anzeigetafel steht alles noch wie geplant. Ich frage an einem Lufthansa-Schalter: der Flug sei gecancelt. Wie bitte? Warum das denn? Generalstreik in Rom! Toll, und jetzt? Unser Gepäck sei schon wieder ausgeladen und könne am Gepäckband 9 abgeholt werden. Dann müssten wir zum Lufthansa-Ticketschalter, die würden uns zu einer neuen Verbindung verhelfen.

Das Gepäck steht wirklich neben dem Gepäckband (Wie lange schon?). Wir laufen wieder zur Abflughalle und reihen uns in die etwa 50 Meter lange Schlange am Ticketschalter der Lufthansa ein. Wenigsten sind beide Schalter besetzt. Schlangestehen dauert trotzdem fast drei Stunden.

Endlich vorne: Man wolle uns heute noch nach Frankfurt bringen, allerdings über München, müsse aber abwarten, ob auf der Maschine nach München um 17.30 Uhr noch Plätze frei seien. Wir sind auf der Warteliste. Wieder warten. Es wird 17.30 Uhr. Kein Problem, die Maschine habe Verspätung und flöge erst um 18.20 Uhr ab. Wir können schon mal zum Business-Class Check-in gehen, die seien informiert und würden uns weiterhelfen. Die Dame, die wir zuerst fragen, ist nicht informiert; aber ihre Kollegin bringt sie auf den aktuellen Stand. Ja, es gäbe noch Platz, wir müssen aber warten, bis die Tickets ausgestellt sind, das könne sie von hier nicht machen. Das dauere zehn Minuten. Es wird 18.00 Uhr. Es dauere noch fünf Minuten. Es wird 18.15 Uhr. Wir können unsere Koffer aufgeben und erhalten nach mehreren Telefonaten auch Tickets – allerdings nur bis München. Sie könne uns aber schon den Flug aufschreiben, mit dem wir weiter nach Frankfurt sollen.

Wir rennen zum Sicherheitscheck: Schlangen. Aber unser Gepäck ist ja drin, die würden schon warten. Wir suchen die kürzeste Schlange und wechseln dann frech in eine, die schneller läuft, nach weiter vorne. Endlich drin. Wir rennen zum Gate, man wartet schon auf uns und schickt uns gleich in die Maschine. Der Flug nach München dauert nur eine gute Stunde.

Wir sind gerade beim Zusammensuchen des Handgepäcks als eine Durchsage kommt, dass Passagiere nach Frankfurt per Bus vom Rollfeld direkt zum Anschluss-Flieger gefahren würden. Auch schön. Allerdings hat der Busfahrer den Auftrag, drei Passagiere mitzunehmen, hier stehen aber sieben. Und wir haben keine Bordkarte, die konnte man ja in Rom nicht ausstellen. Wir zeigen ihm den Schrieb der Dame aus Rom mit Flugnummer und Gate. Er lässt sich erweichen und nimmt uns alle mit.

Einchecken geht dann mit einigen Mühen – immerhin wird uns mitgeteilt, dass unser Gepäck schon an Bord sei. Wir schließlich auch. 50 Minuten später landen wir in Frankfurt und fahren mit dem Zug nach Mannheim, wo uns meine Frau abholt. Zu Hause sind wir kurz nach Mitternacht – mit rund sechs Stunden Verspätung.

Das war das etwas wirre Ende eines spannenden Urlaubs. Bis zum Wochenende kriege ich vielleicht noch ein Fazit formuliert.

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  #70  
Alt 15.01.2010, 09:37
Benutzerbild von Ludovico ROB
Ludovico ROB Ludovico ROB ist offline
Moderator
 
Registriert seit: 23.04.2008
Ort: Tauberfranken
Beiträge: 6.636
Schade, dass der Rückflug doch sehr holprig verlief. Hoffentlich trübt das nicht die Erinnerung an diese doch sehr positive Reise. Dass Ihr die Kuppel doch nicht bestiegen habt, hatte ich schon aus Deinen eingestellten Bildern geschlossen. Da bleibt also auch bei Dir einiges unerledigt, was Anlass für die nächste Romreise sein könnte.

Übrigens gibt es im Flughafen, nach Passieren der Sicherheitsschleusen ein gutes, recht preiswertes Lokal, was hauptsächlich von Flughafenbediensteten und Flugbegleitern / Piloten besucht wird. Es ist in der Nähe von Gate B6 über eine Rolltreppe zu erreichen (s.a. mein letzter Reisebericht 27.2.-6.3.2009, s.u.).





Gruß Ludovico

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Es ist nicht alles so wie es aussieht

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