22.7.08 (Korschenbroich-Mönchengladbach-Köln-Pisa)
Gegen 22:00 Uhr senkte sich das Flugzeug von Tuifly mit einem wunderschönen Sonnenuntergang im Rücken vom Meer her kommend Richtung Osten auf die Toskana zu.
Es war ein unspektakulärer Flug, nicht weiter erwähnenswert (keine Turbulenzen, mal wieder das Phänomen des Klatschens nach der Landung), genauso wenig wie die Bahnfahrt nach Köln von Mönchengladbach aus oder der
extrem spannende Aufenthalt am Kölner Flughafen.
Das Gepäck kam nach relativ kurzer Wartezeit auf dem minimal quietschenden Gepäckband wieder zu seinen Besitzern. Als zwei der letzten Gepäckstücke kamen auch unsere, in einen Packsack bzw. in Müllsäcke verpackten, Rucksäcke aus den Innereien des Pisaner Flughafens. Nach kurzer Kontrolle der Ausrüstung machten wir uns auf die Suche nach der Bushaltestelle vor dem Flughafen, was auf Grund dessen Größe nicht sonderlich schwierig war. Schwieriger gestaltete sich jedoch die Suche der richtigen Buslinie in Richtung Campingplatz, da unser Bus ungeplanterweise am Bahnhof Pisa endete. Nach gut 30 Minuten Wartezeit kam dann doch noch der Bus in Richtung schiefer Turm.

Nach kurzer Besichtigung machten wir uns auf die Suche nach dem Campingplatz was sich trotz detaillierter Wegbeschreibung als schwieriges Unterfangen erweisen sollte. Nach rund einer Stunde Suche und ein Paar Begegnungen mit eher unangenehmen Zeitgenossen fanden wir doch noch einen netten Menschen der uns den richtigen Weg zeigen konnte. Im Endeffekt war nur eine Richtungsangabe auf der Seite des Campingplatzes falsch gewesen, aber das sollte nicht unser einziges Problem mit Karten oder Wegbeschreibungen bleiben. Gegen 0:30 kamen wir schließlich am Campingplatz Pisa an wo wir einen der letzten Plätze (direkt vor den Toiletten) bekamen. Leider erwiesen sich der harte Boden und auch die Tatsache, dass wir aus Rücksicht auf die anderen Camper sehr leise sein mussten als arbeitshemmend, so dass der Aufbau der Tarps rund 20 Minuten dauerte. Gegen 1:00 Uhr konnten wir dann nach dem obligatorischen Gute-Nacht-Bier endlich in die Schlafsäcke kriechen.
23.7.08 (Pisa-Florenz)
Morgens wurden wir gegen 7 Uhr vom grausamen Pfeifen eines Mitcampers geweckt. Von unseren anderen Mitcampern war ansonsten noch nicht viel zu sehen oder zu hören, so dass wir uns noch einmal hinlegten, da wir nicht wirklich für einen leisen Abbau motiviert waren. Als schließlich ein wenig Leben um uns herum zu sehen war, begannen wir langsam mit dem Abbau der Tarps. Das Frühstück bestand auf Grund der schlechten Einkaufsmöglichkeiten am Vorabend nur aus einer Dose Erdnüsse und den letzten beiden Bier vom Flughafen.
Beim auschecken wurden wir von den recht hohen Platzgebühren überrascht, so etwas wie einen normalerweise üblichen Backpackertarif gab es nicht, sodass wir mit jeweils 16 Euro zur Kasse gebeten wurden. Nach kurzer Busfahrt durch Pisa bekamen wir am Bahnhof recht schnell einen Zug nach Florenz. Die Zugfahrt verbrachten wir auf Grund der Überfüllung auf dem Boden des Vorraums. Die durch den Zug gehende Polizeistreife interessierte sich dennoch mehr für Italiener als für uns, obwohl wir mit unserem „Räuberzivil“ nicht gerade den seriösesten Eindruck machten.
In Florenz angekommen gaben wir erst einmal die Rucksäcke im Bahnhof auf. Nach ein wenig ziellosem Herumwandern begaben wir uns zur Touristeninformation wo wir mit den Adressen von Hostels versorgt wurden. Wir begaben uns zum nächstgelegenen (Hostel Archi Rossi) und bekamen ein 5-Bettzimmer mit eigenem Bad für 26 Euro pro Person und Nacht was wir mit zwei mürrischen Japanerinnen und einem schnarchenden Taiwanesen teilten.
Nach einem kurzen Sightseeing machten wir uns auf den Weg zu einem Outdoorladen um Gaskartuschen für unseren Campingkocher zu kaufen, da man diese nicht im Flugzeug transportieren darf.
Im Anschluss versorgten wir uns noch mit Lebensmitteln und Wein welche bei einem kleinen Picknick vor der Basilica de San Lorenzo verzehrt wurden.
In Anbetracht der Anstrengungen des nächsten Tages ging es dann auch zeitig um 22 Uhr in die Betten.
To be continued