| dies mercurii ante diem VI Idus Septembres MMDCCLXIII ab urbe condita
Merkurtag, 6. Tag vor den Iden des September, 2763. Jahr nach Gründung der Stadt
Diskussion zum Thema: Rom zum Geniessen im Forum Reiseberichte aus Rom. Zitat von moni56
Zitat :
Du hast die Truppe prima durch Rom geführt!
danke für die Blumen, aber ich will mich hier nicht mit fremden ...
Rom zum Geniessen
Dieses Thema wurde 58 mal beantwortet und 2151 x angesehen.

17.07.2010, 16:14
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ist von 29.10.2010-05.11.2010 in Rom
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Beiträge: 5.691
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Zitat von moni56
danke für die Blumen, aber ich will mich hier nicht mit fremden Federn schmücken. Dieses Lob muss ich an meinen Liebsten weitergeben, der (fast) immer den richtigen Weg gefunden hat. Ich kann zwar eine Strassenkarte lesen und weiss meist auch, wo ich bin, aber ich weiss nie, in welche Richtung ich gehen muss  . Der BEVA hingegen dreht die Karte solange, bis es passt und dann gehts los  . Das sind, glaube ich, die Gene   .
Bis später mal
Moni
Da sieht man mal wieder, wie unterschiedlich die Gene verteilt sind! 
Bei uns zeigt sich immer wieder, dass es genau umgekehrt ist und erst letztes Mal in Venedig sagte mein BEVA (halb im Ernst), dass er nicht ohne mich dahin fahren würde, weil er keine Chance hätte, sich zurecht zu finden. In Rom ist es ebenso!
Vielen Dank, Moni, auch von mir für den interessanten Bericht!
Liebe Grüße
Angela
Signatur:
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17.07.2010, 18:17
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Beiträge: 85
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16. Juni 2010
Heute gehen wir mal getrennte Wege, zwei Paare wollen heute zur Generalaudienz auf dem Petersplatz, die anderen beiden nicht. Wir gehören zu den letzteren (wir hatten es schon 2008 erlebt) und so machen wir uns zu viert gegen 10.00 Uhr auf in die Stadt. Weils zeitlich so paßt, steigen wir am Cavalleggeri aus und warten auf das Erscheinen des Papstes. Pünktlich um 10.30 Uhr fährt das Papamobil eine Runde um den Platz, der Papst trägt einen modischen roten Sonnenhut.
Danach fahren wir mit dem Bus zur Piazza Venezia, und da die Busse heute sehr voll sind, beschliessen wir, die 300 (  ) Meter bis San Clemente zu Fuß zu gehen. Da die Kirche um 12.30 Uhr schließt, müssen wir einen sportlichen Marsch hinlegen und wenn H.J. nicht im richtigen Moment zur Seite geguckt hätte, wären wir an San Clemente vorbeigelaufen. Wir verschnaufen einen Moment in einer Kirchenbank und dann begeben wir uns hinunter in die Unterwelt.
Fotografieren ist leider verboten, wäre auch zu dunkel gewesen. Aber es ist sehr zu empfehlen, sich anzuschauen.
Wir verlassen die Kirche und laufen zurück Richtung Kaiserforen. Unterwegs eine Pause unter einer Weinlaube mit Wein und Häppchen.
So gestärkt geht’s weiter vorbei am Augustusforum, auf das man von der Straße gut herunter sehen kann,
bei der Trajansäule bleiben wir kurz stehen und sehen uns die Inschriften an, dann geht’s eine Treppe hoch und wir stehen vorm Eingang der Trajansmärkte.
Drinnen ist eine Fotoausstellung über Rom aus den 50er und 60er Jahren, wo man sieht, wie die Römer die antiken Überreste in ihr tägliches Leben integriert haben. Auch Fotos von Modenschauen auf der Spanischen Treppe und am Lido sind dabei, ebenso ganze Familien auf einer Vespa. Im oberen Stockwerk Fragmente von riesigen antiken Statuen, wobei man anhand von Fotos die Dimensionen der ursprünglichen Monumente erahnen kann.
Um 16.00 Uhr sind wir wieder zuhause und müssen uns erstmal von der Hitze des Tages erholen. Um 18.30 Uhr geht’s schon wieder los mit Bus bis Largo Argentina und dort in die Tram 8 Richtung Trastevere. Wir fahren 2 Stationen zu weit und fahren mit der nächsten Bahn wieder zurück, denn wir wollen uns ja ins Getümmel der alten Gassen stürzen. Gleich an der ersten Piazza lassen wir uns zum Essen nieder, sehr preiswertes Restaurant, Essen ging so, eher Massenabfertigung. Am Nachbartisch eine Szene à la Loriot  
Nach dem Essen ein kleiner Bummel und der obligatorische Stop an einer Gelateria. Auf der Piazza vor S. Maria de Trastevere herrscht eine schöne Atmosphäre und man kann von unten noch die Mosaiken am Portal und am Turm erkennen.
Mit der Tram Nr. 8, die nun wieder ein Bus ist, fahren wir zurück zum Largo Argentino, wo in einer Hausecke auf eine Matratze eine alte Frau sitzt, zahnlos, laut singend und an einem rotem Schal strickend. Ihr gesamter Besitz ist hinter ihr an der Hauswand gestapelt. Am nächsten Tag sehen wir die Matratze noch dort liegen, von der Frau und ihrer Habe ist nichts mehr zu sehen. Überhaupt sind uns vor allem Abends viele gestrandete Existenzen aufgefallen (aber das gibt’s wohl überall).
Um 23.30 Uhr sind wir rechtsschaffen müde wieder zu Hause, eigentlich müssen wir noch 2 Flaschen Rotwein austrinken, aber so recht will er nicht schmecken und wir beenden den Abend.  
Geändert von moni56 (18.07.2010 um 16:39 Uhr)
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17.07.2010, 18:58
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Registriert seit: 15.09.2007
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Beiträge: 11.627
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Zitat von moni56
Pünktlich um 10.30 Uhr fährt das Papamobil eine Runde um den Platz, der Papst trägt einen modischen roten Sonnenhut.
Über das Adjektiv "modisch" mag man streiten.  Aber jedenfalls ist es hier nicht im Sinne von "dernier cri" zu interpretieren, denn diesen Hut trägt Papst Benedikt (zur Sommerzeit) bereits seit vier Jahren: Papst Benedikt XVI.: Neuer Hut und Freude auf Reise - Papst - FOCUS Online
Geändert von Gaukler (18.07.2010 um 16:55 Uhr)
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17.07.2010, 19:10
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Moderator
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17.07.2010, 20:34
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Beiträge: 436
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Hallo moni,
komme leider erst jetzt wieder zum Lesen (hatten in den letzten Tagen viel um die Ohren, denn gestern war die letzte Vorlesung meines Lebens und das musste kräftig gefeiert werden!!!  )
Ich wollte noch mal auf das Holzmodell zurückkommen, denn es ist auch uns letztens aufgefallen:
Zitat von Agares Reisebericht
Wir betrachten noch eine Weile die marmornen Altarbilder und wollen schon fast die Kirche verlassen, da fällt uns folgendes auf :
Wir können uns darauf nicht so wirklich einen Reim machen.
"Rom: Suchen und Finden? Hoffen und Sehn ... - Ostern 2010 in Rom"
Da ich dieser wunderbaren Sprache nicht mächtig bin, hoffe auch ich, dass sich ein Wissender dessen annimmt.
Ansonsten auch von mir einen herzlichen Dank für die schöne Fortsetzung!
Liebe Grüße
Agare
Geändert von Agare (18.07.2010 um 13:31 Uhr)
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18.07.2010, 12:11
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Registriert seit: 30.05.2010
Beiträge: 10
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Toller Reisebericht
Ich habe dieses Modell ebenfalls in Rom entdeckt, war aber gerade dort mit Blindheit geschlagen (Lesebrille war im Rucksack meines Mannes).
Meine Übersetzung würde so lauten:
Ut unum sint = aus der Enzyklika "Dass sie eins seien"
Das ist der dominante Gedanken und die Inspiration auf denen die Konstruktion und der Bau des Tempels "Christus " ` des neapolitanischen Schreiners Vincenzo Pandolfi beruht. "Die Arbeit wurde 1970 begonnen und 1998 kurz vor seinem Tod fertiggestellt , der Maßstab beträgt 1:200. Das Projekt besteht aus verschiedenen Hölzern und möchte alles zusammenbringen und vereinheitlichen als Richtschnur für alle Menschen, aller Konfessionen und Religionen der Welt in einer einzigen Kirche: Christus. einziger Weg der Wahrheit und des Leben. Diese aufwändige Arbeit , vor allem die Qualität und die künstlerische Begabung und Kreativität des Autors, ist auch die Entstehungsstätte eines Dialoges , was als Vorraussetzung die Abschaffung aller Kriege bedarf, um den Weltfrieden zu erreichen.
Ich hoffe, es ist recht so
Geändert von Nachtweide (18.07.2010 um 12:19 Uhr)
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18.07.2010, 13:57
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Registriert seit: 29.04.2008
Beiträge: 85
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Zitat von Agare
Hallo moni,
komme leider erst jetzt wieder zum Lesen (hatten in den letzten Tagen viel um die Ohren, denn gestern war die letzte Vorlesung meines Lebens und das musste kräftig gefeiert werden!!!  )
Ich wollte noch mal auf das Holzmodell zurückkommen, denn es ist auch uns letztens aufgefallen:
Zitat von Agares Reisebericht
Wir betrachten noch eine Weile die marmornen Altarbilder und wollen schon fast die Kirche verlassen, da fällt uns folgendes auf :
Wir können uns darauf nicht so wirklich einen Reim machen.
"Rom: Suchen und Finden? Hoffen und Sehn ... - Ostern 2010 in Rom"
Da ich dieser wunderbaren Sprache nicht mächtig bin, hoffe auch ich, dass sich ein Wissender dessen annimmt.
Ansonsten auch von mir einen herzlichen Dank für die schöne Fortsetzung!
Liebe Grüße
Agare
Hallo Agare, herzlichen Glückwunsch, dann beginnt jetzt der Ernst des Lebens ?!
Scherz beiseite, wir waren auch fasziniert von dem Modell und haben alles Mögliche hineininterpretiert (Hagia Sofia, Felsendom?), weil wir davon ausgegangen sind, dass es eine Darstellung eines existierenden Bauwerks ist. Aber dann ist es eben Kunst  (sagen wir immer, wenn wir was nicht verstehen  )
Danke, dass Dir mein Bericht gefällt, vielleicht schaffe ich heute noch den Schluss.
Liebe Grüße
Moni
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18.07.2010, 14:24
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Registriert seit: 29.04.2008
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Zitat von Nachtweide
Toller Reisebericht
Ich habe dieses Modell ebenfalls in Rom entdeckt, war aber gerade dort mit Blindheit geschlagen (Lesebrille war im Rucksack meines Mannes).
Meine Übersetzung würde so lauten:
Ut unum sint = aus der Enzyklika "Dass sie eins seien"
Das ist der dominante Gedanken und die Inspiration auf denen die Konstruktion und der Bau des Tempels "Christus " ` des neapolitanischen Schreiners Vincenzo Pandolfi beruht. "Die Arbeit wurde 1970 begonnen und 1998 kurz vor seinem Tod fertiggestellt , der Maßstab beträgt 1:200. Das Projekt besteht aus verschiedenen Hölzern und möchte alles zusammenbringen und vereinheitlichen als Richtschnur für alle Menschen, aller Konfessionen und Religionen der Welt in einer einzigen Kirche: Christus. einziger Weg der Wahrheit und des Leben. Diese aufwändige Arbeit , vor allem die Qualität und die künstlerische Begabung und Kreativität des Autors, ist auch die Entstehungsstätte eines Dialoges , was als Vorraussetzung die Abschaffung aller Kriege bedarf, um den Weltfrieden zu erreichen.
Ich hoffe, es ist recht so
Hallo Nachtweide, danke für Deine Erklärung, habe gerade ein Video auf You Tube gefunden, ist ja der Wahnsinn, was der Mann vollbracht hat und das im hohen Alter!
Schön, dass Dir mein Reisebericht gefällt, ich lese parallel Deinen  . Ich kann Dir nur zustimmen, die Hitze bremst einen total aus und zwingt einen zu Pausen, wenn man eigentlich noch weiter möchte.
Gegen die aufdringlichen Strassenverkäufer hat uns geholfen, sie einfach zu ignorieren und über sie hinweg zu sehen (die meisten sind ja sowieso ziemlich klein   ). Schlimmer fand ich die jungen Mädchen in der Metro, die mit einem Baby auf dem Arm davon ablenken wollten, dass die eine versucht hat, an das Portmonaie meiner Freundin zu kommen.  Metro in Rom finde ich sowie schrecklich, die langen weiten Gänge und überall stinkts nach P........  . Da bin ich immer froh, wenn ich wieder Tageslicht sehe und ausatmen kann  . Aber das alles kann uns nicht bremsen!
Liebe Grüße
Moni
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18.07.2010, 15:17
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OT aus: Rom zum Geniessen
Ich kann da FestiNalente nur Recht geben ... bitte beachten
(-> ich würde das Bild entfernen !!! - die Bilder )
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18.07.2010, 15:19
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Zitat von Nachtweide
Meine Übersetzung würde so lauten:
Ut unum sint = aus der Enzyklika "Dass sie eins seien"
Das ist der dominante Gedanken und die Inspiration auf denen die Konstruktion und der Bau des Tempels "Christus " ` des neapolitanischen Schreiners Vincenzo Pandolfi beruht. "Die Arbeit wurde 1970 begonnen und 1998 kurz vor seinem Tod fertiggestellt , der Maßstab beträgt 1:200. Das Projekt besteht aus verschiedenen Hölzern und möchte alles zusammenbringen und vereinheitlichen als Richtschnur für alle Menschen, aller Konfessionen und Religionen der Welt in einer einzigen Kirche: Christus. einziger Weg der Wahrheit und des Leben. Diese aufwändige Arbeit , vor allem die Qualität und die künstlerische Begabung und Kreativität des Autors, ist auch die Entstehungsstätte eines Dialoges , was als Vorraussetzung die Abschaffung aller Kriege bedarf, um den Weltfrieden zu erreichen.
Ich hoffe, es ist recht so
Na, dann lag ich ja gar nicht mal so sehr daneben
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