Hallo, Thoru, willkommen im Forum ... und deine Idee liest sich wirklich abenteuerlich - aber in einem positiven Sinne.

Na ja, und "sportlich" ist dein Programm allemal, wie du ja selbst weißt; aber insgesamt glaube ich, dass es schon eine gute Idee war/ist.
Gelacht habe ich auch - aber ebenfalls wiederum positiv; und gedacht, dass ich leider um die Zeit nicht in Rom bin

... sonst hätte ich mich ggf. bereitgefunden, für die Rose und den Prosecco zu sorgen.
Du schreibst, deine künftige Verlobte

sei Kunststudentin - nun, diesbezüglich hat Rom natürlich mehr als genug zu bieten. Was ich aber trotzdem von vornherein als zu zeitintensiv ausklammern würde
(genau 8 Stunden zwischen der planmäßigen
und also wohl kaum der realen Ankunftszeit eures Fliegers bis zum Einchecken im Hotel), das sind Museen aller Art. Also nicht nur die vatikanischen, vor denen man locker mindestens eine bis anderthalb Stunden anstehen kann.

- Dies nur vorsichtshalber bemerkt; wahrscheinlich hattest du einen Museumsbesuch ohnehin schon gar nicht in Erwägung gezogen.
Gepäck - rein sicherheitshalber gefragt - habt ihr eh' so gut wie keines mit? Also das nehmt ihr mit euch tagsüber, oder? Denn der Punkt "Gepäckaufbewahrung" ist eine nicht unkomplizierte Sache; zumal, wenn ihr am Hauptbahnhof ja wohl kaum vorbeikommen werdet.
Den Petersplatz als von dir geplanten Ausgangspunkt würde ich durchaus befürworten - sofern ihr nicht unbedingt darauf aus wäret, dann auch den Petersdom von innen sehen zu wollen; denn auch dort sind die Schlangen vor den Sicherheitskontrollen mittlerweile berüchtigt. Allerdings: Man kann auch immer mal wieder Glück haben damit; vielleicht ist es Anfang März noch nicht so (eine Jahreszeit, zu der ich noch nicht in Rom war).
Denn vom Petersplatz würde ich weitergehen zur
Engelsburg - und auch in dieselbe hinein: nicht wegen ihres teilweise musealen Charakters (s. oben), sondern um das Gebäude als solches anzuschauen und auch die diversen Ausblicke von den diversen Etagen zu genießen.
Photos vom Oktober 2008:
Wenn ihr dann über die
Engelsbrücke
ginget, hättet ihr es nicht mehr weit zur
Via Coronari (dafür musst du einfach mal in einen Stadtplan schauen - übrigens: einen solchen unbedingt mitnehmen
, empfehle ich; denn Rom ist für den Neuling zunächst mal etwas unübersichtlich. Und ihr habt ja nun mal in der Ewigen Stadt nicht ewig Zeit zum Suchen
). Von dort erschließen sich einem dann ganz gut Ziele wie
Santa Maria della Pace (mit einem hier oft empfohlenen Café im Kreuzgang; war selbst allerdings noch nicht dort

),
Piazza Navona, Campo dei Fiori, Pantheon und Santa Maria sopra Minerva.
Wir haben übrigens hier einige
foristi, die in diesem Teil der Stadt so gut wie zu Hause sind

(d.h. schon oft dort gewohnt haben, vor allem in Ferienwohnungen); und ich denke mal, sie werden hier auch noch aufschlagen und weitere Tipps geben (ich selbst bin in Rom für gewöhnlich "daheim" mehr außerhalb des
centro storico, am Gianicolo). Und vor allem solltet ihr irgendwo dort dann auch endlich mal einen Happen essen (hierzu empfiehlt sich natürlich auch unsere geographisch geordnete Restaurantliste).
Für den bis jetzt skizzierten Weg würde ich etwa 3 bis 4 Stunden ansetzen - den Mittagsimbiss noch nicht eingerechnet (und auch nicht das Innere des Petersdoms, sofern mit vertretbarem Aufwand zugänglich).
Sofern ihr danach noch lebt

, könntet ihr überlegen, noch bis zur
Piazza Venezia (bzw. noch ein wenig darüber hinaus) vorzustoßen, um sowohl auf das
Kapitol wie auch auf das
Forum Romanum und das
Kolosseum wenigstens noch ein paar Blicke zu werfen.
> Edit: Sehe gerade, euer
Hotel ist nicht so furchtbar weit von dort - ja, dann natürlich erst recht! <
Danach wäre es wohl Zeit zum Einchecken im
Hotel und eure gebuchte City-Tour.
Allerdings, was du suchst für deinen Antrag: einen Ort, wo ihr (zumindest fast) alleine wäret - das war hier überall selbstverständlich noch nicht dabei; und es ist auch nicht leicht zu finden.
Sofern man da also überhaupt etwas raten kann, würde ich sagen: der
Pincio, d.h. seine
Terrasse oberhalb der Piazza del Popolo, mit nächtlichem Blick über die Stadt und hinüber zum erleuchteten Petersdom ... ich suche gleich mal, ob einer unserer richtig guten Photographen davon ein Bild in seiner Galerie hat (meine eigenen sind nie was geworden, weil ich zu bequem war, ein Stativ mitzuschleppen). Da ist es wirklich schön; und mehr als allerhöchstens 5 andere Leute gleichzeitig habe ich dort nachts auch nie getroffen (und ich war oft dort); jedenfalls nicht mehr zu der Zeit nach eurer City-Tour.
Ein gewisser Nachteil des Ortes liegt allerdings in seiner nächtlichen Verkehrsanbindung. Sofern euch die Metro A etwas nutzt, habt ihr direkt an der Piazza del Popolo die Haltestelle Flaminia, und alles ist in schönster Ordnung
(habe jetzt deine Hoteladresse nicht nachgeschaut); aber für die meisten Busse ist es dort ziemlich "ab vom Schuss".

Zumal, wenn man sich mit der Busfahrerei in Rom noch nicht so auskennt. Es käme natürlich - für einen so besonderen Anlass - vielleicht auch noch mal ein Taxi in Frage (auch wir haben uns in einer Nacht mal kurz entschlossen auf diesem Wege von dort fortgemacht

).
Ich wünsche gutes Gelingen!