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Am 16. Oktober 1943: Eine Chronik aus dem Ghetto / Acht Juden. Ein polemischer Essay (Bcher des 9. November -Giacomo Debenedetti
Am 16. Oktober 1943: Eine Chronik aus dem Ghetto / Acht Juden. Ein polemischer Essay (Bcher des 9. November -

Verlag: Das Arsenal
Erschienen: 01.01.2014

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Kommentare zu diesem Artikel im Rom-Forum: 3

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Kommentar Nr. 1 von Pasquetta (14.11.17)
Am 16. Oktober 1943
 
Auszug von der Umschlagklappe:
Am 16. Oktober 1943 fand die erste groe Judenrazzia im besetzten Rom statt, im Viertel um die Piazza del Tempio, dem frheren Ghetto. An diesem Sabbat fielen mehr als tausend Juden in die Hnde der SS des Obersturmfhrers Kappler; die lteste europische Diaspora-Gemeinde der Judenheit wurde ausgelscht. Ein Jahr spter schrieb der jdische Literat Giacomo Debenedetti, Zeuge der Ereignisse, die Chronik jener grlich Nacht und der folgenden schrecklichen Tage – ein menschliches und literarisches Trauermal. …
In Italien von literarischen und politischen Freunden des Autors wie Natalia Ginzburg und Alberto Moravia [er schrieb das Vorwort zum Buch] propagiert und immer wieder aufgelegt, in Frankreich von Jean Paul Sartre schon 1947 bersetzt, liegt nun erstmals [Ausgabe von 1993] eine deutsche Ausgabe der Chronik und der im selben Jahr entstandenen Polemik Acht Juden vor.

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Bereits im November 1944 publiziert Giacomo Debenedetti seinen Text 16. Oktober 1943 , in dem er beschreibt was sich im rmischen Ghetto damals zugetragen hat, von der Beschaffung der verlangten 50 Kilo Gold bis zur Durchfhrung der Razzia und dem Abtransport der jdischen Bevlkerung, vieles davon erzhlt am Beispiel von individuellen Schicksalen.

Debenedetti ist einer der ersten der autobiographisch von der Shoah italiana berichtet hat und dies nicht aus der Sicht eines von der Deportation Betroffenen (was ja bekanntlich von den wenigen, die zurckkamen erst sehr viel spter geschah), sondern mit dem Blick des Zeugen aus dem Untergrund.

1944 wurde auch sein Text Otto ebrei, der ebenfalls im Buch enthalten ist, publiziert, der sich auf den Anschlag in der Via Rasella und das Massaker in den Fosse Ardeatine bezieht bzw. auf den Prozess, der dem Polizeichef Pietro Caruso gemacht wurde, der u.a. an der Listenerstellung der zu Exekutierenden beteiligt war. Im Verlauf des Prozesses erklrte der Caruso unterstellte Polizeikommissar Alianello, dass zehn Namen mehr als gefordert auf der Liste gestanden htten und er darum acht Juden und zwei andere willkrlich ausgewhlte, von der Liste derjenigen, die in den Fosse Ardeatine erschossen werden sollten, gestrichen habe. Vielleicht sollte diese Tat spter fr ihn, den Commissario, sprechen – aber Debenedetti geht noch weiter, er fragt an einer Stelle des Textes ganz polemisch:

Zitat:
Warum diese Bevorzugung der Juden? Warum acht von zehn Pltzen aussondern? Die Ungerechtigkeit war fr alle gleich ...

Ich finde das schmale Buch, auch wenn es fr mich "harte Kost" auf wenigen Seiten war, fr den, der sich fr das Thema 'Juden in Rom' interessiert, sehr lesenswert.




Kommentar Nr. 2 von Simone-Clio (15.11.17)
Zitat von Pasquetta Beitrag anzeigen
Ich finde das schmale Buch, auch wenn es fr mich "harte Kost" auf wenigen Seiten war, fr den, der sich fr das Thema 'Juden in Rom' interessiert, sehr lesenswert.
Vielen Dank fr diese Buchvorstellung. Leider ist das Buch bei Amazon nicht lieferbar. Ich werde mich mal an die Buchhandlung meines Vertrauens wenden oder mich nach einem antiquarischen Exemplar umsehen.
Kommentar Nr. 3 von Pasquetta (15.11.17)
Ja, als "Neuware" scheint es das Bchlein nicht mehr zu geben, aber antiquarisch ist es noch im Angebot. (Ohne Werbung machen zu wollen: z.B. bei ZVAB und booklooker.) Ich freue mich jedenfalls ber das Interesse dafr und hoffe, nicht zu viel versprochen zu haben.
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