Rom im Netz: Das antike Rom

dies lunae ante diem III Idus Decembres MMDCCLXX ab urbe condita
Mondtag, 3. Tag vor den Iden des Dezember, 2770. Jahr nach Grndung der Stadt

Tempel des Antoninus und der Faustina (San Lorenzo in Miranda)

Kaiser Antoninus Pius ließ den Tempel des Antoninus und der Faustina im Jahr 141 n. Chr. für seine verstorbene und vergöttlichte Frau Faustina bauen; nach seinem Tod wurde der Tempel dann auch ihm geweiht. Den ausgezeichneten Erhaltungszustand verdankt der Tempel der Tatsache, dass er im 11. Jahrundert in die Kirche S. Lorenzo in Miranda umgewandelt wurde. Alle Säulen der Eingangshalle, die aus Cipollin-Marmor gefertigt sind, sind erhalten (Höhe: 17 Meter). Auf den allerdings schwer beschädigten, korinthischen Kapitellen ruht das Gesims mit der alten Weiheinschrift: "Divo Antonino et Divae Faustinae ex S(enatus) c(onsulto)". Eine aus moderner Zeit stammende Ziegeltreppe führt zum vollständig erhaltenen Podium mit einer Sitzstatue der Faustina. Die erstaunliche Höhe des Podiums erklärt sich aus der Tatsache, dass die Ausgrabungen auf dem Forum das augusteische Niveau freigelegt haben. Nach dem neronischen Brand 64. n. Chr. lag das Straßenniveau durch den Schutt der Vorgängerbauten, der einfach eingeebnet wurde, erheblich höher.

Im 7./8. Jahrhundert war der Tempel zwar lange entweiht, aber so gut erhalten, dass in seiner Cella eine Kirche eingerichtet wurde. Sie wurde dem Laurentius geweiht und 1430 Kirche der Apotheker- und Kräuterhändlerzunft, die sie in ihrer heutigen Form errichten ließ. Nachdem man im 19. Jahrhundert damit begonnen hatte, das viel tiefer liegende republikanische Niveau des Forum freizulegen, wurde es unmöglich, die Kirche durch den eigentlichen Eingang zu betreten, so dass man das Gebäude heute von der Via Miranda her durch eine Tür neben dem Hauptaltar betritt. Die Tatsache, dass das einzigartige Ensemble aus fast vollständig erhaltenem Pronaos und der Cella vorgeblendeter Barockfassade in dieser Form erhalten ist, verdanken wir vor allem der Stabilität der antiken Säulen: Der Versuch, sie umzustürzen, scheiterte.

Forum Romanum
Der Ort, der ber Jahrhunderte hinweg der Mittelpunkt der rmischen - und damit der bekannten - Welt war: Das Forum Romanum. Auf dem Forum wurde zu Zeiten der Republik im Senat groe Politik gemacht, von hier aus wurde das Imperium erobert, hier befanden sich die ehrwrdigsten Tempel der Stadt. Doch auch das alltgliche Leben hatte auf dem Forum Romanum einen Mittelpunkt: Es wurden Geschfte gemacht und allerhand feilgeboten, in den Basilicae tagten die Gerichte und die Miggnger der antiken Grostadt hatten in den groen Sulenhallen einen bevorzugten Aufenthaltsort.
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Adresse:
Via della Salara Vecchia 5-6
00186 Roma
(entlang der Via dei Fori Imperiali, etwa der Einmndung der Via Cavour gegenber)
Haltestelle:
Metro B "Colosseo", Tram 3 "Colosseo", Busse 60, 75, 84, 85, 87, 117, 175, 271, 571, 810, 850

Busse Piazza Venezia (Kapitol): H, 30, 40, 44, 46, 60, 62, 63, 64, 70, 81, 84, 85, 87, 95, 117, 119, 160, 170, 175, 271, 492, 571, 628, 630, 715, 716, 780, 781, 810, 850, 916, 541
Öffnungszeiten:
9 Uhr-1 Stunde vor Sonnenuntergang
Eintritt:
12 EUR (Ticket umfasst das Forum Romanum, das Kolosseum und den Palatin und gilt fr zwei Kalendertage), red. 7,50 EUR; Zuschlag von 3 EUR, falls im Kolosseum eine Ausstellung gezeigt wird
  Behindertengerecht  Audioguides

Kommentare zu diesem Artikel im Rom-Forum: 1

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Kommentar Nr. 1 von Simone-Clio (14.11.10)
Hallo Sven,
vielen Dank, dass Du diesen Kommentarthread eingerichtet hast. Das erlaubt mir darauf hinzuweisen, dass nach Beendigung der Restaurierungsarbeiten am Tempel der Venus und der Roma als nchstes der Tempel des Antoninus und der Faustina fr die Dauer eines Jahres restauriert wird.

Dies entnehme ich folgendem Artikel in italienischer Sprache:

Foro romano, un anno di restauri al Tempio di Antonino e Faustina - Roma - Repubblica.it

Zitat:
L'intervento di restauro riguarder principalmente la materia marmorea del tempio dove sono presenti fenomeni di alterazioni del marmo che tende a sfagliarsi - dice Pia Petrangeli, coordinatrice per gli interventi nell'area del Foro romano - I lavori quindi si concentreranno sulle colonne di marmo cipollino a fusto liscio, e sulla trabeazione che vanta un raffinato fregio continuo decorato con grifoni, ghirlande e piante. L'obiettivo di bonificare anche tutte le catene, le cosiddette anime metalliche di collegamento degli elementi marmorei. Grazie ad indagini preventive eseguite due anni fa con fondi interni della Soprintendenza ai beni archeologici, abbiamo valutato lo stato di conservazione delle catene che risalgono agli anni '50, '60, che non dei peggiori. Sulla base di questi risultati, procederemo ad un restauro e consolidamento generali.
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